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Aktuelles

Menschen mit Psychiatrieerfahrungen für Filmprojekt gesucht

Medienprojekt Wuppertal

Das Medienprojekt Wuppertal sucht Menschen, die unterschiedliche Erfahrungen mit psychiatrischen Einrichtungen gemacht haben und darüber in einem Film berichten möchten.

Der Gedanke, selbst einmal aufgrund einer seelischen Notsituation Patient einer psychiatrischen Einrichtung zu sein, ist für viele Menschen unvorstellbar. Klischees von Zwangsjacken und Mitpatienten, die durch Medikamente wie Zombies wirken, sind weit verbreitet und werden medial immer noch verstärkt. Die Gefahr ist, dass dadurch Menschen abgeschreckt werden, die Hilfe brauchen. Gleichzeitig führen solche Vorstellungen zur Stigmatisierung von Menschen mit Psychiatrieerfahrungen. In diesem Film geht es darum, was Psychiatrie aus der Sicht von Betroffenen tatsächlich ist – positiv wie negativ.

Insbesondere Zwangseinweisungen sind ein tiefgreifender Eingriff in die Persönlichkeit. Sie sind notwendig, um Menschen in akuten Phasen ihrer Erkrankung vor sich selbst zu schützen. Die damit verbundenen Zwangsmaßnahmen werden oft als traumatisierend erlebt und führen vereinzelt zu einer grundsätzlich ablehnenden Haltung gegenüber psychiatrischen Einrichtungen. Welche Maßnahmen sind sinnvoll, welche hingegen grenzverletzend? Wo endet das Recht, über sich selbst zu entscheiden, und ab wann werden Patienten ungerechtfertigt entmündigt?

Viele Patienten berichten von dem Gefühl, verwahrt und ruhiggestellt zu werden. Das Gefühl, dass eigene Bedürfnisse und Ideen unzureichend berücksichtigt werden und sie am Prozess der Heilung nicht aktiv teilhaben können, mündet oft in Frustration und Ablehnung. Doch ist dies der Normalfall? Wo und wie werden Patientenrechte in die Psychiatrie eingebracht und in welcher Form finden sie Eingang in therapeutische Verfahren? Und wie sieht es in diesem Zusammenhang aus mit der Balance zwischen Psychopharmaka und Psychotherapie?

Zahlreiche Psychiatrieerfahrene haben sich in Netzwerken und Selbsthilfegruppen zusammengefunden und wollen Einfluss nehmen. Sie kämpfen gegen die Stigmatisierung, versuchen aber auch, gesellschaftlich und fachlich Einfluss zu nehmen. Welche Erfolge haben sie dabei? Werden ihre Erfahrungen und Vorschläge vom »System Psychiatrie« ernst genommen?

Das Ziel des Films ist es, anhand konkreter Psychiatrieerfahrungen psychiatrische Einrichtungen zu hinterfragen. Keinesfalls sollen Menschen in seelischen Notlagen davon abgehalten werden, sich in stationäre Behandlung zu begeben oder andere fachliche Hilfe zu suchen. Vielmehr soll der Film eine Plattform für verschiedene Perspektiven sein und einen Beitrag liefern, Menschen mit psychischen Erkrankungen möglichst optimal zu helfen.

Menschen mit Psychiatrieerfahrung können sich ab sofort melden bei:

Medienprojekt Wuppertal
Christoph Müller
E-Mail: c.mueller@medienprojekt-wuppertal.de
www.medienprojekt-wuppertal.de

Weitere Informationen:

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