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Behinderten-Gemeinschaft Bonn: Keine Kürzungen beim Sozialticket

Die Behindertenbeauftragte der Stadt Bonn fordert die Aufstockung der Sozialticketleistungen des Verkehrverbundes auf Bonn-Ausweis-Niveau.

Künftig soll es nur noch zwei vergünstigte Ticketformen für Bonner Bürger geben: ein Viererticket und ein Monatsticket. Das bedeutet konkret, ein Achtel der verkauften Sozial-Tickets wird günstiger, während sieben Achtel ihre Förderung verlieren und teurer werden. Gerade kinderreiche Familien werden durch den Wegfall der vergünstigten Kindertickets besonders hart getroffen.

Die Geschäftsführerin der Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V., Constanze Wörner, spricht sich klar gegen die derzeit geplante Sozialticketlösung im Verkehrsverbund VRS aus. "Der öffentliche Personennahverkehr ist gerade für Menschen mit Behinderung eine gute Möglichkeit, innerhalb der Stadt mobil zu sein. Deswegen ist ein preisgünstiges, auch mit niedrigem Einkommen bezahlbares Ticket, eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Was nützt es den Bonner Menschen mit Behinderung, wenn über Inklusion und Teihabe gesprochen wird, diese aber gerade bei der kleinsten und schwächsten Einheit Familie torpediert wird. Dies ist etwas, das wir nicht akzeptieren können und wollen. Zum Erhalt der Mobilität der Bonner Bürgerinnen und Bürger mit geringem Einkommen appellieren wir für ein "Bonner Modell", das die Aufstockung der Sozialticket-Leistungen mindestens auf das alte Bonn-Ausweis-Niveau vorsieht."   

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Wiederbesetzung der Leitung des Sozialamtes unverzichtbar

Das Sozialamt als eines der größten und wichtigsten Ämter der Bundesstadt Bonn muss, laut Constanze Wörner, Geschäftsführerin der BG BONN, nachhaltig und langfristig in kompetente Hände. Bonn ist derzeit auf einem guten Weg die UN-Behindertenrechtskonvention im Rahmen des Behindertenpolitischen Teilhabeplans (BPTHP) umzusehen. Wir dürfen, so Wörner weiter, uns diesen Elan und diese Weitsicht nicht nehmen lassen. Ein Ausbremsen könnte in der Kommune zu Rückschritten führen, welche die vielen Bürger, die sich zur Erarbeitung des BPTHP engagiert haben, nicht verdient haben. Aus diesem Grund fordert die Behindertenbeauftragte (BG BONN) die baldige Ausschreibung und Wiederbesetzung der Leitung des Sozialamtes.