Parks und Grünanlagen
Hofgarten
Regina-Pacis-Weg
53111 Bonn
Der Hofgarten an der Bonner Universität ist ein multikultureller Ort mitten in der Stadt. Hier kann man Fußballspielen, picknicken, Vokabeln lernen, schlafen oder vierblättrige Kleeblätter suchen. Der ursprüngliche Zweck, zu dem der Hofgarten etwa 1720, nach Plänen von Robert de Cottes angelegt wurde, war als Lustgarten für den Bonner Hofadel. Vor der Südfront des barocken Schlosses erstreckte sich das Areal in seiner Breite bis an den Rhein und in seiner Länge fast bis auf die Höhe des heutigen Juridicums. Land-schaftlich besonders reizvoll war der damals unverstellte Blick ins Siebengebirge. Vor allem unter Clemens August erhielt der Garten eine prächtige Ausstattung mit Brunnen, Wasserspielen, Formbäumchen und kunstvollen geometrischen Zierbeeten. Drei Treppen führten vom Schloss in die tiefergelegene sogenannte "Grand Parterre". Die einzigen erhaltenen Merkmale dieser Anlage sind das vertiefte Rasenparterre und die beidseitigen Alleen.
Während der Kaiserzeit wurden auf dem Rasen Paraden und Sportveranstaltungen abgehalten, 1905 fand dort das erste Fußballspiel statt. 1818 als die Universität in das alte Schloss zog, gab die Stadt den Hofgarten an diese ab. Doch damals wie heute litt die Uni unter chronischem Geldmangel, so dass es dem Garten unter dem neuen Eigentümer nicht viel besser ging. Ein düsteres Kapitel in der Geschichte des Hofgartens sind die lukrativen Drogengeschäfte, die dort getätigt wurden. Haschisch, Heroin etc. wurden sogar auf dem angrenzenden Spielplatz verkauft. Im Sommer 1995 gelang es der Polizei den Handel mit Drogen erfolgreich zu unterbinden. Sie hob den Dealerring aus.
Als Bonn noch Hauptstadt war, diente der Hofgarten für Demonstrationen. Zu Hunderttausenden versammelten sich hier aufgebrachte Protestler. Seit dem Jahr 2001 wird der Hofgarten 2 bis 3mal im Jahr für Veranstaltungen (z. B. Musikkonzerte) gebucht. Die Veranstalter müssen an die Universität für die Säuberung und Wiederherstellung der Anlage miete bezahlen.
Freizeitpark - Bonner Rheinaue
Ludwig-Erhard-Allee
53113 Bonn
E-Mail: bonninformation@bonn.de
Internet: Internetseite der Bonner Rheinaue
In der Rheinaue zwischen den Stadtteilen Bonn, Beuel und Bad Godesberg fand 1979 die Bundesgartenschau statt. Mit einer Fläche von 160 Hektar ist der Park fast so groß wie die ganze Bonner Innenstadt. Die Rheinaue, auch genannt die "grüne Lunge" ist für die Bonner und Besucher der Stadt, ein Erholungsgebiet. Sie umfasst rund 45 Kilometer Fußwege. Die weiten Wiesen bieten Platz zum Picknicken. Ein 15 Hektar großer Auensee, an dem auch ein Bootsverleih angeschlossen ist, lädt zu einer Ruder- oder Tretbootstour ein. Hier ist es auch möglich, alle amtlichen Bootscheine zu erwerben. Entlang des Sees sind Feuerstellen für Grillfeste angelegt. Auf dem Gelände sind ver-schiedene Gartenanlagen, wie der Rosengarten, Japanischer Garten, oder ein Blindengarten. Um auch blinden Menschen den Park erfahrbar zu machen, werden in dieser Anlage sämtliche Blumen und Gräser in Blindenschrift er-klärt. Das Berühren der Pflanzen ist natürlich ausdrücklich erlaubt. In der Mitte des Gartens befindet sich eine Skulptur, sie erzählt die Geschichte von fünf Blinden. Die Ausführungen schließen mit dem Satz: "So erkennen auch Sehende oft nur Teilwahrheiten und sind der absoluten Wahrheit gegenüber blind." Auf dem Gelände gibt es ein Bienenhaus. Im Jahre 2001 wurde es durch einen Brand völlig zerstört und 2003 durch den Bonner Bienenzüchterverein e.V. wieder in Betrieb genommen. Es wird nicht nur gezeigt, wie Honig und Wachs gewonnen wird, sondern auch demonstriert, wie wichtig die Bienenhaltung für den Gartenbau ist. Imker können sich in Lehrgängen darüber informieren, wie mit der Königinnenzucht die Bienenvölker aufgestockt werden können. Den „Japanische Garten“ schenkte die japanischen Regierung der Stadt Bonn zur Bundesgartenschau im Jahr 1979. Japanische Gärtner legten ihn als "Garten im Garten" nach Ideen von Dr. Akira Sato an. Natürlichkeit und Harmonie prägen das Gesamtbild des Gartens, der von zwei Wasserfällen, einem See und einer 13stufigen Pagode dominiert wird. Jedes Jahr an Pfingsten findet eine Bonsai-Ausstellung statt.
Die Rheinaue ist aber nicht nur Erholungsgebiet. An jedem dritten Samstag im Monat findet zwischen April und November einer der größten Flohmärkte Deutschlands statt. Um die gesamten Flohmarktstände zu erkunden, muss man eine Strecke von rund 4 km zurücklegen. Es finden auch regelmäßig Musikveranstaltung wie das „Rheinkulturfestival“ statt.
Hinweise für Rollstuhlfahrer:
Linksrheinisch gibt es viel Gefälle im Wegenetz, bis zu 12%. Der Park ist auf drei Ebene angelegt. Der Zugang bis zum Rhein befindet sich auf der untersten Ebene.
Rechtsrheinisch ist der Park relativ eben, kurze Steigungen selten über 6%. Auf beiden Seiten geht der Park bis zum Rhein.
Sechs Behindertenparkplätze befinden sich an der Ludwig-Erhard-Straße. Von da aus ist der Zugang zum Park auf der obersten Ebene. Am nördlichen Ende gibt es zwei Parkplätze an der Charls-de-Gaulle-Straße. Hier ist der Zugang zum Park auf der untersten Ebene. Rechtsrheinisch gibt es zwei weitere Behindertenparkplätze am Landgrabenweg, gegenüber von T-Mobile.
Behinderten-Toiletten:
Linksrheinisch gibt es eine Toilette beim Parkauen-Restaurant an der Konrad-Adenauer-Brücke mit Euro-Schlüssel. Der Schlüssel kann im Restaurant entliehen werden. Im „Rheingarten am Schürmanns“ befindet sich eine Behin-dertentoilette. Den Schlüssel gibt es im Restaurant. Rechtsrheinisch im Haus der Verkehrsschule am Parkplatz befindet sich eine Toilette mit Euro-Schlüssel.
„Alter Zoll“
Brassertufer/Konviktstrasse
53113 Bonn
Ein Rest der Stadtbefestigung ist eine mit Kastanien bestehende Bastion, die das südöstliche Ende der Altstadt bildet. Wie der Name schon sagt, stand an der südöstlichen Ecke der mittelalterlichen Stadtgrenze das kurfürstliche Zollhaus zur Erhebung des Rheinzolls. 1642 wurde der "Alte Zoll" unter Kurfürst Ferdinand als sogenannte "Drei-König-Bastion" Teil der Stadtbefestigung. Zwei Kanonen aus dem 30jährigen Krieg, erinnern noch an diese Zeit. Vom "Alten Zoll" aus hat man einen der schönsten Ausblicke Bonns auf den Rhein und das Siebengebirge. Am „Alten Zoll“ befindet sich das Denkmal, das 1865 zu Ehren von Ernst Moritz Arndt errichtet wurde. In der Parkanlage neben dem „Alten Zoll“ wurde ein Biergarten eingerichtet.
Hinweise für Rollstuhlfahrer:
Der Zugang zum Alten Zoll ist sehr steil und holprig und ohne Hilfe nicht zu überwinden. Dafür wird man dann aber mit einem herrlichen Ausblick entschädigt. Der Biergarten ist nur über eine Stufe, die ca. 10 cm hoch, zu erreichen. Der Boden besteht aus lockerem Kies und ist schlecht mit dem Rollstuhl befahrbar.
Botanischer Garten
Botanische Gärten der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn
Meckenheimer Allee 171
53115 Bonn
Telefon: 0228/735523
Telefax: 0228/739058
E-Mail: botgarten@uni.bonn.de
Internet: Internetseite des Botanischen Gartens
Um das Poppelsdorfer Rokoko-Schloss herum umfasst die Gartenanlage etwa 6,5 Hektar Fläche (davon O,5 ha unter Glas). Insgesamt werden etwa 8.000 verschiedene Pflanzenarten in den einzelnen Abteilungen kultiviert.
Eines der vielen Attraktionen im Botanischen Garten ist die „Titanenwurz“. Sie ist die größte Blume der Welt. Sie hat eine Höhe von 306 cm und steht im GUINESSBUCH DER REKORDE.
Hinweise für Rollstuhlfahrer:
Der Eingang von der Meckenheimer Straße ist etwas holprig. Die Wege be-stehen überwiegend aus festem Kies und sind bedingt befahrbar. Ein Teil der Wege weisen eine ca. 8 cm hohe Stufe auf. Das Gewächshaus ist teilweise befahrbar.
Einen Behindertenparkplatz finden Sie in der Clemens-August-Straße, ca. 5 Minuten vom Eingang entfernt.
